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Sonntag, 27. April 2014

Neues im Frühling

Bonjour,

in unserer Zeit in München Sendling haben wir eine völlig neue Seite Münchens kennen gelernt. Es hat schon etwas zu Fuß zur Bavaria, zur Isar und zum Marienplatz laufen zu können.


Neue Kneipen und Restaurants haben wir reichlich erkundet und hatten unseren Spaß dabei. Heimatliche Gefühle kamen auf und doch zog es uns wieder in die Ferne. Unser Zigeuner Blut läßt grüßen. Wieder in Genf angekommen hatten wir uns erstmal 14 Tage Urlaub auf Mallorca gegönnt und die Insel erkundet.


Ja - wir kommen wieder und warden auch dann den Ballermann nicht besuchen....
Dafür sicherlich wieder die herrlichen Strände und das Ein- oder Andere Agritourismo. Diese Art Urlaub gefällt uns besonders gut. Mit Fremden und den Bauersleuten am Abend gemeinsam zu vespern ist wirklichetwas Besonderes. Man lernt die Gepflogenheiten ebenso wie die heimische Küche kennen und schätzen.
Susanne reist wieder durch Europa von Hotel zu Hotel und klappert so London, Barcelona, Paris, Mailand usw. ab, während ich an meinem Projekt Faltboot mit Ausleger und Segel arbeite.


Das Segel ist nun endlich fertig genäht - einige Hürden später wie z.B. ein rauchendes Fußpedal, der extra gekauften Nähmaschine oder verbogene Nadeln durch die Überlast. Jetzt fehlt nur noch das Trampolin, für das ich jetzt keine Zeit mehr habe, da ich dem Schwager und der Schwägerin beim Dachausbau helfe.


Also wieder ab auf die Autobahn nach Augsburg und fröhlich in die Hände gespuckt. Hauptsache unterwegs ....

Au revoir

Monsieur Jack

Dienstag, 24. Dezember 2013

Joyeux Noël - oder Frohe Weihnachten

Bonjour,

Susannes Arbeit hat uns ja nun zufällig nach München verschlagen und so verbringen wir den Heiligen Abend in Augsburg mit Susanne's Familie und den 1. Feiertag mit meiner.
Diese alljährlich wiederkehrenden Rituale sind uns sehr lieb und diesmal können wir sie auch weitergeben. Max, der Junior von der Schwägerin hat seine peuanische Freundin dabei, die kein Deutsch spricht und natürlich auch nicht die Gepflogenheiten zur Weihnacht. Es ist schon internationaler nun :-)
Morgens beim Frühstück ein französischer Gruss, zum Essen Mittags (Sauerkraut und Würstchen) dann Bon Appetit, und dazwischen Erklärungen in Englisch was wir denn da so alles vorbereiten für den Abend. Max spricht in fliessendem Französisch mit Gina und übt sein Spanisch. Ich versuche mich mit ein Paar Brocken Französisch und die Schwiegermutter - ganz international - mit Bruchstücken ihres Spanisch, das sie aus der Madrider Zeit noch irgendwo im Kleinhirn gespeichert hat. Es ist schön zu beobachten wie alles noch spannender ist als sonst und die junge Dame voller Erwartung, und vielleicht auch mit ein wenig Bange der Dinge harrt, die sie heute noch überrollen werden. Das ist bestimmt nicht so einfach wenn man aus einer Anderen Kultur kommt und dann so wirklich alles neu ist. Mal sehen was die Engelein noch so alles bringen.
Jetzt gehen wir alle zusammen in die Kirche, danach gibt es Plätzchen und Glühwein und das Warten auf das Läuten des Weihnachtsmannes. Dann wartet der brennende Christbaum bei den Klängen des Weihnachtsoratoriums auf uns - und ein Paar Geschenke - Hoffentlich......
So ganz nebenbei koche ich :
-Wildsuppe mit Parmesan Nockerl
-Rehschlegel in Rotweinsosse mit gebratenem Radiccio, Datteln und Sellerie Pürree
-Rumtopf mit Vanilleeis

Darauf freuen wir uns schon jetzt. Hmmmmmm
Euch allen ein gesegnetes und frohes Fest und schöne Feiertage wünschen

Jack & Susanne

Montag, 23. September 2013

Auf der Alm da gibt's ....


Bonjour,

wir wurden nach St-Cergue ( http://www.st-cergue-tourisme.ch/de/index.php )zum traditionellen Raclette futtern eingeladen und machten uns mit der Bahn auf den Weg in Richtung Höhenluft.
Von Genf aus mit dem Schnellzug in nur 10 min. nach Nyon und dann mit der Bimmelbahn auf abenteuerlicher Strecke in Serpentinen hinauf auf 1050m - atemberaubende Ausblicke auf das Mont Blanc Massiv inklusive.
 Oben im Wintersport Örtchen angekommen ging es per Pedes weiter auf dem gut ausgeschilderten Weg #2 um das ersehnte einzukaufen. Auf 1333m Höhe erschlug uns zu aller erst der Blick hinunter ins Tal – auf den Genfer See und die Alpen. Unglaublich!
Der Duft der Wiesen und im Hintergrund das Gebimmel der Kuhglocken versetzte einen in die Schweizer Welt von Heidi und Alpöhi und irgendwie erwartete man, dass gleich der Geissenpeter um die Ecke gerannt kommt. Wir betraten hingegen die Käserei, die nur zur Sommerzeit bewirtschaftet wird und der Senner persönlich nahm sich uns an.
Er führte uns in die kleine Stube, in der Alles stattfindet – vom Kochen angefangen bis zur Käse -und Wurstherstellung. Es ist Aufenthaltsort und Zufluchtsort bei widrigem Wetter und Kommunikationszentrale der einsamen Höhenbewohner zugleich.
Wir trafen die nette junge Sennerin, die wir bereits im Zug gesehen hatten wieder und sie sprach sehr gut Deutsch, da sie in Berlin studiert hatte. Ja so ändern sich die Zeiten – heute studieren die Mädels vor sie es Heidi nachmachen :-)
Und wir kauften herrlich riechende hausgemachte und luftgetrocknete Schweinswürste, alten Gruyére (Surchoix), einen Laib Raclette Käse und natürlich frische Milch – direkt aus dem Stall.
Mit der bereits schwächer werdenden Sonne begannen wir den Abstieg und jetzt im Herbst wurde es schnell kalt und wir freuten uns schon auf den Raclette Abend mit Freunden.
All die Leckereien aus der Region direkt auf den Tisch – besser geht es kaum. Wir tranken Wein aus dem Valais und der Côte Region und das halbierte Raclette Rad schmorte in seinem Grill. Wow – welch Genuss! Frisches Baguette, Sauergemüse und die Leckereien vom Alpöhi dazu liessen keine Wünsche offen. Da die Kost nicht gerade Diät ist, kommt ganz plötzlich der Punkt wo wirklich nix mehr geht.
Man sackt in sich zusammen und das Einzige was hilft ist Hochprozentiges. Limoncello – Hausgemacht aus Bio Limonen aus Korsika mit 95% Alkohol aus Italien angesetzt. EIN TRAUM!
Und ratternd und ächzend sollte uns das Bähnlein wieder hinunter ins Tal bringen - mit einigen Pfund mehr auf der Waage …..

Au revoir

Monsieur Jack